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Freitag, 24. November 2017

Schneeflöckchen: Schoko-Schnee-Kugeln


Wenn ich eines bedauere an der Kinderlosigkeit, dann sind das die *gängigen Rosinen*. Ihr wißt schon, so Dinge wie etwa Märchen-Vorlesen und gemeinsam mit den Kleinen zu singen. Gut, letzteres kompensiere ich ein wenig damit, dass unsere Feriengäste-Kinder sich ein Eis ersingen können. Und außerdem war ich ja für eine paar Jahre Teilzeit-Mama - mein Ex brachte ein Kind mit in die Beziehung. Das ein oder andere konnte ich schon miterleben...

Oder so Geschichten wie Sankt Martinksumzug. Hey, das MUSS man doch mögen. Mich kann man nachts aufwecken und ich singe dir wirklich jederzeit *Sonne, Mond und Sterne* textsicher. So konnte ich die Gelegenheit nicht an mir vorbeiziehen lassen, als ich mich genau zu der Laternen-Spaziergangszeit in Deutschland aufhielt. Gut - manches ist am Schluß in der Vorstellung deutlich hübscher. Das Wetter zeigte sich an diesem Abend kalt-feucht-stürmisch, bref: grauslig. Das nimmt eindeutig ne dicke Scheibe von der Stimmung. Allein jedoch für den noch nie gesehenen Triple aus Zauberstab, Laterne und Glücksbringer lohnte sich das mitlaufende Mitsingen allemal. 

Was ich aber einfach nur fürchterlich fand - da erinnere ich mich nur zu gut - das war das erste gemeinsame Plätzchbacken mit Petito. Himmel, der war einfach noch zu klein und mir wäre fast der Geduldsfaden gerissen. Alleine nur das Plätzchen bepinseln mit Eigelb ging STUNDEN. Vielleicht habe ich einen bleibenden Schaden davon getragen? Oder er? Man weiß es nicht. Fakt ist: unkomplizierte, grobmotorische Plätzchen-Rezepte ziehe ich allen anderen vor. So wie diese hier, die ihren Tüv bereits vor 6 Jahren eingeholt haben sowohl bei Christina wie Juliane. Ich griff nur etwas mehr in die Gewürzkiste. Schön flauschig, diese Schoko-Plätzchen, mir gefallen sie sehr gut. Und weil ich sehe, dass schon kräftig nach Plätzchen geguckt wird (sehr beliebt bei euch - zurecht - die Hildas und DIE Linzer), hier der Link zur kompletten Plätzchen-Kiste - zusätzlich ediert mit den Plätzchen vom letzten Advent (voller Service hier, oder).



Zutaten - ergibt ca. 35 Stück (m: ca. 42):

100g Schokolade (50% Kakao)
50g Butter
1 Ei
1 Eigelb
60g Zucker
100g Mehl
1 EL  Kakao
1/4 TL Backpulver
Salz
1 (kleiner) TL gemahlener Zimt
1 Msp Nelke, gemahlen
1/4 TL Kardamom
1 EL Kirsch
ca. 60g Puderzucker zum Wälzen

Zubereitung:

Schokolade hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen, in eine Schüssel umfüllen. Ei, Eigelb und Zucker zur Schokolade geben und unterrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Zimt samt restlichen Gewürzen, Kirsch und eine Prise Salz miteinander vermengen. Zur Schokoladenmasse geben, vermischen. Den Teig 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Vor dem Kaltstellen ist der Teig sehr dünn und flüssig, durch das Kühlen wird er deutlich härter und lässt sich anschließend prima weiterverarbeiten!

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.

Puderzucker in einen tiefen Teller sieben. Mit der Hand aus dem Teig walnussgroße Stücke abnehmen und zu Kugeln formen (m: etwas kleiner geformt). Großzügig im Puderzucker wälzen und die Teigkugeln mit ca. 4 cm Abstand zueinander auf das Backblech setzen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 14 Minuten backen (m: nur 12 min backen lassen, weil ja etwas kleiner). Herausnehmen, Kugeln auf dem Backblech etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig herunterheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

In mit Backpapier ausgelegten Metalldosen aufbewahren, damit die Plätzchen weich und zart bleiben

Quelle: Christina von *Feines Gemüse*, bzw. Juliane von *Schöner Tag noch*

Mittwoch, 22. November 2017

#7Tage7Songs... Nr.1


Ob es sich nun widerspricht oder nicht: mit Listen kann ich nix anfangen, dafür aber hüpfe ich auf alles, bei dem es um einen Reigen von auserwählten Lieblingen geht - völlig themenunabhängig. Wenn jemand aus einer großen Vielzahl eine kleine Auswahl an Bevorzugten hervorhebt, eine handverlesene Auslese, dann bin ich Feuer und Flamme. Hey, ich erinnere nur an die Mixed Tapes von früher. Genau damit konnte man mir eine Riesen-Freude machen.

Nicht von ungefähr bereitet mir nun die Süddeutsche mit ihrer neuen Serie #7Tage7Songs eine maßgeschneiderte Gefälligkeit. Wenn es nach mir ginge, dann könnte mein komplettes Wohnzimmer diese Frage beantworten. In gleichem Maße würden mich 7 ausgewählte Bücher oder 7 Filme interessieren. Hach, sowas finde ich einfach ungeheuer spannend! Und so bezeichnend für die Person, die diesen Strauß bindet.

Bei #7Tage7Songs muss ich feststellen, dass der Zeitgeist nicht wenig Einfluß nimmt auf seine Kinder - wer ungefähr in meinem Alter ist, der hörte ähnliche Musik. Vorallem in den blüteaufplatzenden Jahren, in denen Musik irgendwie tiefer zu rutschen scheint. Und wohl auch eine wichtigere Rolle spielt. Es ist schon irre, wie ein paar Töne eines Liedes einen in seiner Bio zurückbeamen können, oder? Bei Caroline entdeckte ich einen Liebling wieder, DAS Rage against the Machine-Lied, das sie treffend beschreibt. Wirklich: ein Brett von Lied, bei dem sich (früher) auf der Tanzfläche Verspannungen in wenigen Minuten abschütteln ließen. Ein Song, der übrigens in der SZ-Serie als einziger schon zwei Mal erwählt wurde - und mit Auslöser für mich ist hier mitzuspielen.

Ihr könnt es euch vielleicht nicht vorstellen, aber ich habe aus meiner Zusammenstellung fast eine  Doktorarbeit gemacht. Eine epische Gedanken-Rangelei! Das mag damit zutun haben, dass ich heute fast ausschließlich in der Stille und Ruhe lebe. Zum anderen wären mir 7 songs zu einem bestimmten Motto deutlich leichter gefallen - aber 7 songs des Lebens?! Uff, darüber kann man schon brüten. Ich nenne meine Auswahl einfach *Edition1*.




Von meiner *musikalischen Früherziehung* aus dem Elternhaus nahm ich vielleicht eine handvoll Lieder mit, die einen Weg in mein Inneres fanden. Musik-Geschmack läßt sich eindeutig nicht übertragen und perlt bestenfalls ab (ich sage nur *James Last*). Lief allerdings *Pata Pata* dann war die Stimmung ausnahmsweise mal gut... bei allen.




Hauptbeschäftigung in der Pupertät? Träumen! Von einer besseren Zukunft, von Liebe und von Freiheit. Für solche Gedanken verlieh mir sanftmütig seinerzeits Cat Stevens Flügel. *If you want to sing out* gehört außerdem zu dem Soundtrack des schönen Films *Harald & Maud*.




Ganz klar bin ich (ein sehr junges) Kind der 80er - auf diese Mucke tanze ich bis heute besonders gerne. Und *Marcia Baila* ist ein erfrischendes, lustig-schräges, gut gelauntes Beispiel dafür, warum man bei den Rhytmen besonders super mit Hüfte, Beine, Arme und Haaren wedeln kann. Ich kann dazu unmöglich auf dem Stuhl sitzen bleiben! Will ich auch nicht!


 

In meinen 20igern lief in jeder WG TripHop - ob Massiv Attack, Air, Portishead Nightmares on Wax, oder eben Morcheeba. Gerade das *Big-Calm*-Album lief hoch und runter wie als Ausgleich zu durchfeierten Nächten - nicht wegzudenken aus meiner Sturm und Drang-Zeit. *The sea* bleibt eines meiner Lieblingslieder: schon mit den ersten Tönen öffnet sich wohltuend eine ruhige, offene See voller Zuversicht...




Dieses Lied wurde einfach für mich geschrieben. Und es weckt einen tief schlummernden Wunsch in mir, selbst Musik zu machen - nicht umsonst zum hiermit sageundschreibe 4. Mal von mir auf diesem Blog verlinkt. Die Maike Rosa Vogel singt mir aus dem Herzen!



Mein Frankreich-Lied. Ein guter Schwung der alten sowie der nachwachsenden Hippie-Bewegung scheint sich hier in der Drôme niedergelassen zu haben. Dabei leben sie nicht mehr vorrangig Sex, Drugs und Rock n'Roll, sondern bis ins hohe Alter eine lässige Nonchalance, die besicht durch Naturnähe, bunte Klamotte und keinerlei Hang zu Statussymbolen. Naja, und den Marktständen im Sommer nach zu urteilen, hauen immernoch sehr viele jeden Winter nach Indien ab...




Wir sind im gleichen Dorf aufgewachsen, zusammen in den Kindergarten gegangen und spätestens in der Oberstufe konnte man kein Blatt Papier mehr zwischen uns schieben. Diese Freundin beschrieb mich in der Abi-Zeitschrift mit den Worten *von himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt*. Meine Gefühlsturbulenzen haben sich heute durch meine sonnige Beziehung nahezu beruhigt. Ich würde mich als ausgeglichenen Menschen bezeichnen. Und doch bedeutet Leben für mich eben genau das: das Aushalten des Drahtseilaktes zwischen Leid und Glück. Fröhliche Melancholie in der Heimatlosigkeit. Keine Musik kann bereits in einem einzigen Lied die Gegensätze von tiefer Innerlichkeit bis rasender Toberei so vereinen wie die Zigeunermusik. Die ungarische zieht mich von jeher besonders an...

Sonntag, 19. November 2017

Herbstbummel: gebratene Rosmarin-Polenta mit Mangold-Pilzen


Weiß der Mistral im Sommer bereits zu schrecken, so kann er zur kalten Jahreszeit regelrecht gruseln. Wir haben uns nicht beeindrucken lassen und sind direkt nach unserem Porridge losgezogen. Der Besuch des *Marché aux fruits d'hiver* in Saoû ist festes Herbstprogramm und den haben wir noch nie ausfallen lassen, wenn wir um die Ecken waren.

Die Homies wissen, wovon ich rede. Sowohl 2011, 2012 sowie 2014 habe ich euch einige Eindrücke davon mitgebracht - und der Markt ist jedes Jahr aufs Neue wie ein kleiner Urlaub zuhause. Gerade nachdem ich einige Tage in der Stadt verbrachte, schätze ich neu erfrischt die Freude, mein Essen so oft bei einem sinnlichen Bummel über einen der Märkte einkaufen zu dürfen. Das steigert die Lust aufs Kochen enorm. Zumindest bei mir, die ich mich ja sonst am liebsten aus dem Garten bediene. Ach, und ich habe mich wohl an das Unhektische, Ungestresste gewöhnt - den ruhigen Takt der campagne begünstigt einfach eine solche Schlenderei. Unsere Finger mußten wir wohl aber doch an einem heißen café und einem lauwarmen Croissant wärmen, was wir im l'oiseau sur sa branche auch getan haben.

Dazu serviere ich euch heute meinen letzten Vorschlag für das Angebot an Waldpilzen. Noch bot gestern der Markt etwa hübsche Pfifferlinge - die hätten hierzu wunderbar gepaßt.

Zutaten 2P:

Polenta:
120g Maisgrieß*
1 Zweig Rosmarin
250g Gemüsebrühe
250g Milch 
Salz
Piment d'Espelette
Öl zum Braten (m: Rapsöl)

Gemüse:
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
300g Pilze (gerne halb Pfifferlinge
m: Champignons)
100g junger Mangold (m: halb Rucola)
Olivenöl
75ml Gemüsebrühe
2 EL Balsamico-Reduktion
2 EL Mandelblättchen
Salz, Pfeffer
Haselnussöl

Zubereitung:

Für die Polenta die Gemüsebrühe mit der Milch erhitzen zusammen mit den fein gehackten Rosmarinnadeln.  Die Polenta unter Rühren dazugeben und bei leichter Hitze 5min kochen lassen und die Polenta dabei eindicken. Herzhaft mit Salz und mit Piment würzen, dann in eine gefettete Kastenform ca. 1cm dick glatt streichen (m: meine 20er Gratinform nur halb gefüllt). Abdecken und mehrere Stunden auskühlen lassen - am besten über Nacht.

Die Schalotten und den Knoblauch fein würfeln, die Pilze putzen und je nach Größe kleiner schneiden. Die Mandelblättchen ohne Fett in einer Pfanne Farbe annehmen lassen und zur Seite stellen. Die Pilze ebenfalls ohne Fett portionsweise bei starker Hitze anbraten und ebenfalls zur Seite stellen. Nun bei mittlerer Hitze die Schalottenwürfel in dem Olivenöl glasig dünsten, Knoblauch kurz vor Ende zufügen. Pilze ebenfalls wieder in die Pfanne zurück geben und die Brühe und die Balsamico-Reduktion anschütten. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Parallel dazu die Polenta auf ein Brett stürzen und in Rauten schneiden. In einer Grillpfanne die Polentaecken nacheinander in etwas Öl von jeder Seite anbraten und warm stellen. Vor dem Servieren Mangold und Rucola unter die Pilze heben. Die Polenta auf einem Teller anrichten gemeinsam mit dem Pilz-Gemüse und mit Haselnussöl beträufeln und Mandelblättchen bestreuen.

*Anmerkung m: ausnahmsweise hierfür nicht die Tessiner Polenta verwendet

Quelle: Essen und Trinken





 











Mittwoch, 15. November 2017

Sodele: gelbe Paprika-Suppe mit Safran und Kurkuma


Immer wieder begegnet mir, dass gerade unter Mädels das Listenschreiben einen festen Platz unter den besonders geschätzten Gewohnheiten einnimmt. Ja, ich habe sogar schon *Listenschreiben* in Selbstbeschreibungen gelesen.

Tsss, Sachen gibts! Da schüttelt es mir unverständig den Kopf: soll es denn bereits ein Hobby, sein, den Einkaufszettel zu schreiben? Mehr fällt mir dazu beim besten Willen nicht ein. Wofür sollte man sonst etwas listen?

Bis ich einen Koch im Fernsehen (fragt mich nicht nach Namen) sagen hörte: *Wenn ich in der Küche eines gelernt habe, dann dass wer *SO* sagt, noch lange nicht fertig ist.* Ich lachte erwischt auf. Ich LIEBE es in der Küche nach jedem noch so kleinen Arbeitsschritt *SO* zu sagen. Und je nach Dauer und Aufwendigkeit des gerade absolvierten Zwischenstadiums kann mein *SO* variieren zwischen nur gedacht oder ausgesprochen und schwankt dabei in unzähligen Ausdrucksmöglichkeiten: von einem gedehnten und bereits weiter überlegenden *sohooo* bis hin zu einem fast schon geklaschten *sszsssso*. Gell, und nicht dass ihr meint... Das süddeutsche *sodele* habe ich mir abgewöhnt - ich finds irgendwie unsexy.

So, Kinners, für diese Suppe werdet ihr bis zum erreichten Löffelziel nicht viel gedanklich abhaken müssen. Die steht wirklich schnell auf dem Tisch. Und ist euch vielleicht gerade auch so sehr nach Suppe wie mir?

 Zutaten 2P:

1 Zwiebel
ca. 400g gelbe Paprikaschoten (2 Stück)
1/2 Tl Safranfäden
1/4 TL Kurkuma
1 El Olivenöl
1 Tl Zucker (m: Vanillezucker)
500 ml kräftige Gemüse-Brühe
30 g Butter
Salz, Pfeffer
Saft von etwa ½ Zitrone

Zubereitung:


Die Zwiebel klein würfeln. Paprika teilen, Kerngehäuse entfernen und mit dem Sparschäler die Haut dünn entfernen. Paprika ebenfalls klein schneiden und zusammen mit den Zwiebelwürfeln in Öl anbraten, ohne dass das Gemüse Farbe annimmt. Den Zucker darüber streuen und leicht karamellisieren lassen, dann die Brühe anschütten und Safran zufügen, ebenso den Kukurma.

Die Suppe bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 20 min leise köcheln lassen. Die Butter dazu schmelzen lassen, dann alles mit einem Mixstab sehr fein pürieren (gegebenenfalls für die richtige Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe dazu geben). Suppe mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzig  abschmecken und in Suppentassen verteilen. Nach belieben mit gebratenen feinen Streifen von gelber und roter Paprika sowie etwas Petersilie garnieren.
Inspiration: Johannes Lafer

Sonntag, 12. November 2017

November-Erheller: Frühstücksbrioche


Der Monat November und der Monat Februar haben keinen sonderlich guten Ruf. Und meistens fällt mir das erst wieder ein, wenn ich mitten in einem von beiden stecke, samt den niederschmetternd-depressiven Vorurteilen dazu. Mein Glück, dass ich mich nicht als sonderliche wetterfühlig bezeichnen würde.

Beste Taktik für alle anderen, um angemessen drückenden, dunkelgrauen Wolkenbergen die Stirn zu bieten, ist einen solchen Sonntag zu beginnen mit gut gelaunten Freunden, die zum Frühstück kommen und denen man original und exakt dieses Brioche dazu serviert. Ich bin ganz begeistert!

Und das bereits dieses Jahr zum zweiten Mal, wenn es um die übergeordnete Kategorie *Hefezopf* geht. Das Milchbrot Tangzhong war auch schon spitze. Und genau bei dem liebäugelte ich schon mit einer Übernacht-Gare-Variante. So wie ich nun Dietmars süchtig machenden Brioche buk. Wieder machte ich mir die Teigaufbearbeitung besonders leicht - ihr wißt ja: meine Zuckerbäckerei, die muß nebenher laufe...

Also wer auf getostete Hefebrote mit Butter und Marmelade oder Honig steht, für den habe ich hiermit den Junk der Stunde!


Rezept für 2 Stück Brioche (à ca. 420g)
(Kastenform à 20cm Länge):

Vorteig:
90g Weizenmehl Type 700 (m: T80)
22g Weizengrieß fein
112g Wasser
0,7g Hefe
TT: 24°C fallend auf 4°C (Kühlschrank)      TA: 200       RZ: 14-18 Stunden

Hauptteig:
225g reifer Vorteig
360g Weizenmehl Type 700
37g Rohzucker
9g Meersalz
90g Butter (10°C)
1 Ei (ca. 50g)
2 Eigelb (ca. 40g)
22g Topfen/Quark
10g Hefe
etwas Abrieb von einer Orange
1/2 Vanilleschote

(m: Hagelzucker zum Bestreuen)

Zubereitung: 

Am Tag/ Abend zuvor den Vorteig vermengen und 14-18 Stunden reifen lassen.

Alle Zutaten des Hauptteiges werden zuerst 7 Minuten langsam gemischt und weitere 4-5 Minuten schnell geknetet. Danach reift der Teig für 20 Minuten zugedeckt im Knetkessel.

Nach der eingehaltenen Teigreife den Teig in gleichmäßige 8 Teigstücke teilen und zu runden Teigkugel schleifen/formen  - zwei davon nochmals dritteln und diese 6 Teigstücke ebenfalls rund schleifen - ca. 10 Minuten zur Entspannung geben.

Zwei kleine Kastenformen buttern und jeweil 3 große Teigkugeln nebeneinander auf den Boden setzen, Mit dem Finger in die Mitte eine Vertiefung drücken und die kleinen Kugeln oben auf setzen. Nun werden die Formen mit Plastik zugedeckt und bei 4°C im Kühlschrank etwa 12-18 Stunden gehen gelassen. Wer die Brioche frisch backen möchte, muss mit einer Gare von 60-80 Minuten rechnen!

Brioche vor dem Backen mit Vollei 2x bestreichen (schönere Färbung an der Oberfläche) und nach Wunsch bestreuen.

Gebacken werden die Brioche bei 190°C fallend auf 180°C für 35-40 Minuten.

Quelle:  Dietmar von Homebaking